Wie viel Speicher ist sinnvoll?
Eine volle Batterie ist kein Selbstzweck. Sie soll Strom bis zu dem Zeitpunkt aufbewahren, an dem Sie ihn brauchen. Für ein Haus mit geringem Nachtverbrauch kann eine Powerwall bereits reichlich Reserve bieten. Bei hohem Verbrauch kann eine Erweiterung sinnvoll sein, wenn die Anlage sie auch regelmäßig laden kann.
| Ausstattung | Nutzbar | Aufbau |
|---|
| Powerwall 3P | 13,5 kWh | Grundgerät |
| 1 Expansion | 27 kWh | 3P + 1 Batterie |
| 2 Expansionen | 40,5 kWh | 3P + 2 Batterien |
| 3 Expansionen | 54 kWh | 3P + 3 Batterien |
Ein Rechenbeispiel für den Abend
Angenommen, Ihr Haus verbraucht zwischen Sonnenuntergang und dem nächsten Morgen 8 kWh. Dann kann eine entsprechend geladene Powerwall diesen Energiebedarf grundsätzlich abdecken, sofern Leistungsgrenzen und Reserve passen. Eine zweite Batterie macht diesen Abend nicht sparsamer. Sie lohnt sich erst, wenn Sie ihren zusätzlichen Vorrat tatsächlich nutzen.
Eine Notstromreserve verändert die verfügbare Menge. Bei beispielhaft 20 % Reserve bleiben rechnerisch 2,7 kWh einer neuen 13,5-kWh-Powerwall für einen Ausfall zurück. Für den üblichen Eigenverbrauch stehen dann höchstens 10,8 kWh oberhalb dieser Reserve zur Verfügung. Ladezustand, Alter und Betriebsbedingungen beeinflussen die tatsächliche Nutzung.
Warum eine Wärmepumpe nicht automatisch mehr Batterie bedeutet
Im Winter steigt der Heizstrombedarf, während das Dach weniger erzeugt. Ein größerer Speicher hilft nur, wenn Energie zum Laden vorhanden ist. Er kann Solarstrom vom Mittag in den Abend verschieben, aber keinen sommerlichen Überschuss bis Januar aufbewahren.
Auch das Laden braucht Zeit. Das 3P-Datenblatt nennt bis zu 5 kW kontinuierliche Ladeleistung ohne Expansion und bis zu 8 kW mit Expansion. Wolken, laufende Verbraucher und Temperatur können die tatsächlich verfügbare Leistung begrenzen. Eine große Batterie ist deshalb nicht nach jeder kurzen Sonnenphase wieder voll.
Tesla erlaubt den Betrieb von −20 bis +50 °C. Bei hohen Temperaturen kann die Leistung sinken. Steuerung und Temperaturmanagement verbrauchen selbst Energie. Für die Standortwahl heißt das: Montagevorgaben einhalten, Luftwege frei halten und nicht nur auf die Schutzklasse schauen.