Mieterstrom: Ratgeber, Konfigurator & Rentabilitätsrechner

Mieterstrom: Solarstrom für Mieter oder Wohnungs­eigentümer­gemeinschaften

Auf Ihrem Mehrfamilienhaus ist Platz für eine Solaranlage. Und in den Wohnungen darunter wird jeden Tag Strom gebraucht. Mieterstrom bringt beides zusammen: Ihre Mieter nutzen Strom vom eigenen Hausdach, Sie erhalten Einnahmen aus dem Stromverkauf.

Hier erfahren Sie, wie Mieterstrom im Alltag funktioniert, welche Aufgaben Sie übernehmen und was wir für Sie erledigen. Anschließend konfigurieren Sie die passende Anlage für Ihr Objekt und berechnen die voraussichtliche Rentabilität. Sie sehen den konfigurierten Preis, mögliche Einnahmen, laufende Kosten und die voraussichtliche Amortisationszeit. Ihre Planung mit der gewählten Rechnung erhalten Sie per E-Mail. Sie bildet die Grundlage für ein vollständiges Projektangebot nach Klärung der Arbeiten an Ihrem Gebäude. Vorwissen brauchen Sie nicht.

Für Vermieter, WEG und Hausverwaltungen · Aktualisiert am 23.10.2026

Herstellerillustration: Solarstrom wird im Mehrfamilienhaus an einzelne Wohnungen verteilt
So verteilt sich Solarstrom im Haus. Systemillustration: © PIONIERKRAFT.

Was ist Mieterstrom?

Mieterstrom bedeutet: Eine Solaranlage auf einem Wohngebäude erzeugt Strom, den die Bewohner direkt im Haus nutzen können. Statt den gesamten Ertrag ins öffentliche Netz abzugeben, verkauft der Anlagenbetreiber einen Teil an die teilnehmenden Haushalte.

Für Sie als Vermieter wird das Dach damit zu mehr als einer Fläche für Solarmodule. Der dort erzeugte Strom kann den Menschen im Haus zugutekommen und zugleich Einnahmen erwirtschaften. Auch eine Eigentümergemeinschaft kann ein solches Projekt gemeinsam angehen.

Wie sieht das im Alltag aus?

Scheint die Sonne, steht Solarstrom für die Wohnungen bereit, etwa für den Kühlschrank, die Waschmaschine oder das Arbeiten im Homeoffice. Ein Batteriespeicher kann einen Teil davon für den Abend aufheben. Strom, der im Haus nicht gebraucht oder gespeichert wird, fließt ins öffentliche Netz.

Natürlich brauchen die Bewohner auch nachts und an dunklen Wintertagen zuverlässig Strom. Die Solaranlage ersetzt deshalb nicht den Netzanschluss. Bei unserer Lösung behalten die Mieter ihren eigenen Stromanbieter. Er liefert weiterhin den Strom, den die Solaranlage und der Speicher nicht abdecken.

Warum ist Mieterstrom für Vermieter und Mieter interessant?

Sie nutzen das Potenzial Ihres Daches

Als Eigentümer können Sie Solarstrom direkt im Haus verkaufen, statt ihn ausschließlich einzuspeisen. Für die vor Ort gelieferte Kilowattstunde können Sie einen höheren Erlös erzielen als mit der Einspeisevergütung. Ob sich das insgesamt lohnt, hängt von der Investition, dem Verbrauch im Haus und dem vereinbarten Strompreis ab.

Ihre Mieter können ihre Stromkosten senken

Auch wer keine eigene Dachfläche besitzt, kann Solarstrom nutzen. Liegt Ihr Solarstrompreis unter dem bisherigen Strompreis der Mieter, sparen diese mit jeder gelieferten Kilowattstunde. Wie viel das im Jahr ausmacht, hängt davon ab, wie viel Solarstrom tatsächlich in der jeweiligen Wohnung ankommt.

Das Angebot muss für beide Seiten passen

Ein gutes Mieterstromprojekt verbindet einen attraktiven Preis für die Bewohner mit einer nachvollziehbaren Rechnung für den Eigentümer. Dazu gehören verständliche Verträge und eine einfache Abrechnung. Sie müssen die passende Technik noch nicht kennen: Zuerst geht es darum, ob das Haus und die geplante Teilnahme gute Voraussetzungen mitbringen.

Sie planen die Einnahmen. Wir prüfen die Technik.

Für den Einstieg reichen die Anzahl der Wohnungen und eine Schätzung des Stromverbrauchs. Damit können Sie Ihre Anlage konfigurieren und die Wirtschaftlichkeit abschätzen. Ob Dach, Zählerschrank und Leitungen passen, prüfen wir vor der Umsetzung. Notwendige Arbeiten berücksichtigen wir in der Planung.

Sie planen für eine Eigentümergemeinschaft?

Wir unterstützen Sie bei der technischen Planung. Die Gemeinschaft klärt gemeinsam, wer die Anlage betreibt, wie sie finanziert wird und welche Wohnungen teilnehmen. Erforderliche Beschlüsse zur Dachnutzung und Umsetzung gehören dazu.

Mieterstrom: Ihre Möglichkeiten und unsere Empfehlung

Die Modelle unterscheiden sich vor allem darin, wer den zusätzlichen Netzstrom beschafft, wie der Solarstrom auf die Wohnungen verteilt wird und welcher Aufwand für Sie entsteht.

1. Klassischer Mieterstrom: Sie organisieren die gesamte Versorgung

Die teilnehmenden Mieter erhalten Solarstrom und zusätzlich benötigten Netzstrom über einen gemeinsamen Stromliefervertrag. Sie oder ein beauftragter Dienstleister kümmern sich um die vollständige Versorgung.

Der Nachteil für Sie: Sie verkaufen nicht nur Ihren Solarstrom. Auch der Einkauf des fehlenden Netzstroms, Lieferverträge und die Abrechnung müssen organisiert werden. Übernimmt ein Dienstleister diese Aufgaben, müssen dessen Kosten in die Rentabilitätsrechnung einfließen.

2. Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung: Solarstrom rechnerisch aufteilen

Die Bewohner behalten ihren Stromanbieter für den übrigen Bedarf. Der Solarstrom wird anhand von Viertelstunden-Messwerten und einem vereinbarten Aufteilungsschlüssel den Wohnungen zugerechnet.

Der Nachteil für Sie: Dafür braucht es passende Messtechnik und abgestimmte Abläufe für Erfassung, Datenübermittlung und Abrechnung. Die Umsetzung hängt damit auch von den Prozessen der beteiligten Messstellen- und Netzbetreiber ab. Aufwand und Messkosten gehören vorab geklärt.

3. Direkte Stromweitergabe mit PIONIERKRAFT: unsere Empfehlung

PIONIERKRAFT verteilt den verfügbaren Solarstrom direkt an die teilnehmenden Wohnungen und misst die tatsächlich gelieferte Menge. Sie verkaufen Ihren Solarstrom. Den restlichen Strom beziehen die Bewohner weiterhin von ihrem eigenen Anbieter.

  • Kein Netzstrom-Einkauf für Ihre Mieter.Sie müssen keinen fehlenden Strom beschaffen und keine vollständige Versorgung organisieren.
  • Weniger Abstimmung bei der Stromverteilung.Die gelieferte Menge wird direkt je Wohnung gemessen. Eine rechnerische Aufteilung über die Marktkommunikation wie bei der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung entfällt.
  • Kein zusätzliches Summenzählermodell.Die PV-Anlage arbeitet mit Überschusseinspeisung. Die lokale Weitergabe erfolgt auf der Kundenseite der Netzzähler.
  • Sie behalten Preis und Abrechnung im Blick.Sie vereinbaren den Solarstrompreis mit den Teilnehmern und verwalten Tarife, gelieferte Mengen und Abrechnungen im kostenlosen PIONIER-Portal.
  • Die Mieter behalten ihren Stromanbieter.Für den Restbedarf ist kein Anbieterwechsel nötig.

Deshalb setzen wir auf PIONIERKRAFT: direkte Lieferung, nachvollziehbare Messung und Abrechnung ohne laufende Portalgebühren. Die benötigten Geräte und Leitungswege zu den Wohnungen planen wir für Ihr Gebäude ein. Die direkte Stromweitergabe ist ein technischer Weg; Anmeldungen, passende Verträge und Betreiberpflichten bleiben erforderlich.

So setzen wir Mieterstrom mit PIONIERKRAFT um.

Strom verteilen, je Wohnung messen und einfach abrechnen: Dafür nutzen wir PIONIERKRAFT.

Wir setzen bei Mieterstrom auf eine direkte Stromverbindung zu den Wohnungen. PIONIERKRAFT übernimmt die bedarfsgerechte Verteilung und Messung. Sie verkaufen den verfügbaren Solarstrom. Die Mieter behalten ihren Anbieter für alles, was darüber hinaus benötigt wird.

  • Einfacheres Messkonzept.Die PV-Anlage arbeitet mit Überschusseinspeisung. Für die lokale Verteilung wird kein zusätzliches Summenzählermodell aufgebaut.
  • Keine Reststrombeschaffung.Sie müssen für die Wohnungen keinen Strom am Markt einkaufen und keine durchgehende Vollversorgung organisieren.
  • Komplette Abwicklungssoftware kostenlos.Teilnehmer, Tarife, Strommengen und Abrechnungen verwalten Sie im PIONIER-Portal. Für PIONIERKRAFT fallen keine laufenden Software- oder Abwicklungsgebühren an.

PIONIERKRAFT einfach erklärt

Das System im Video kennenlernen, direkt hier auf der Seite.

Das Erklärvideo wird beim Start direkt von pionierkraft.de geladen.

Erklärvideo von PIONIERKRAFT · Direkt auf dieser Seite abspielbar.

Die Abwicklung ist schon dabei

Mieterstrom abrechnen.
Ohne laufende Gebühren.

Nach der Installation verwalten Sie Ihren Mieterstrom im kostenlosen PIONIER-Portal. Die komplette Software zur Abwicklung ist enthalten. Keine monatlichen oder jährlichen Portal- und Abrechnungsgebühren.

Wer hat wie viel Solarstrom erhalten? Welcher Preis wurde vereinbart? Und was gehört auf die Jahresrechnung? Das Portal führt diese Informationen zusammen, damit Sie Stromlieferungen nicht in eigenen Tabellen abrechnen müssen.

  1. Wohnungen und Verträge verwalten

    Sie legen die teilnehmenden Wohnungen an, hinterlegen die vereinbarten Tarife und nutzen die bereitgestellten Vertragsvorlagen.

  2. Strommengen automatisch erfassen

    Die PIONIERKRAFT-Geräte erfassen die gelieferten Mengen. Im Portal sehen Sie Stromlieferungen je Wohnung und Gebäude sowie die Verbrauchs- und Lieferhistorie.

  3. Jahresabrechnungen abrufen

    Das Portal erstellt die Stromabrechnungen automatisiert. Die Jahresabrechnung zum 31. Dezember steht anschließend zum Download bereit. Auch Abschlagszahlungen werden im Portal berücksichtigt.

  4. Mieterwechsel einfach abbilden

    Teilnehmer und Vertragsdaten lassen sich bei Ein- und Auszügen aktualisieren. Die Verwaltung bleibt an einem Ort, auch wenn sich die Bewohner ändern.

PIONIER-Portal auf einem Tablet: Live-Stromlieferung, Netzbezug und Verbrauchshistorie
Einblick in das PIONIER-Portal. Herstellerabbildung: © PIONIERKRAFT.
0 €laufende Portal- und Abrechnungsgebühren

Die Mieterstrom-Software ist kostenlos. Dafür brauchen Sie kein zusätzliches kostenpflichtiges Abrechnungsprogramm.

Sie halten Teilnehmer und Tarife aktuell, prüfen die Abrechnungen und behalten Zahlungseingänge im Blick. Das Portal unterstützt die Abwicklung; die Betreiberrolle bleibt bei Ihnen.

Welche Technik gehört ins Haus?

Die PV-Anlage liefert den Solarstrom. Das PIONIERKRAFTwerk überträgt ihn an die einzelne Wohnung und erfasst die gelieferte Menge. Der PIONIERKRAFTlink koordiniert das System. Die Geräte werden im Technikbereich bei der Zähleranlage installiert; die Bewohner bedienen im Alltag keinen zusätzlichen Schalter.

PIONIERKRAFTwerk 3.0
Ein Gerät je versorgter Wohnung. 2 kW Nennleistung zur Stromübertragung; höhere gleichzeitige Lasten deckt zusätzlich der Netzanschluss der Wohnung.
PIONIERKRAFTlink
Die zentrale Kommunikation und Steuerung. Im Konfigurator ist ein Link für das System berücksichtigt.
Wohnungszähler & Leitungen
Der Netzstrombezug der Wohnungen bleibt getrennt bestehen. Zusätzlich wird die lokale Stromübertragung fachgerecht angeschlossen und gemessen.

2 kW Leistung sind nicht 2 kWh Tagesertrag

Die Leistung beschreibt, wie viel Strom das Gerät im Moment übertragen kann. Die gelieferte Energiemenge über einen Tag oder ein Jahr hängt davon ab, wie lange Solarstrom verfügbar ist und tatsächlich gebraucht wird. Eine pauschale Deckung des Wohnungsbedarfs lässt sich daraus nicht ableiten.

SigenStor und PIONIERKRAFT: zusammen geplant

Ein eingebundener Speicher kann Solarstrom am Abend bereitstellen. Für unsere Mieterstrom-Anlagen kombinieren wir PIONIERKRAFT ausschließlich mit Sigenergy SigenStor. Deshalb ist SigenStor im Konfigurator bereits fest hinterlegt. Sie wählen nur noch die passende Größe und Ausstattung.

Wechselrichter und PIONIERKRAFTlink werden im gemeinsamen LAN verbunden, die Speicherintegration wird im Portal freigeschaltet. Diese Einbindung gehört zur technischen Planung. Details zur Speicherintegration (PDF).

Wärmepumpe, Wallbox und Ersatzstrom

Große Verbraucher werden nach Anschluss und Nutzung eingeordnet: gemeinsame Heizung, privater Ladepunkt oder Wohnungsstrom. Eine leistungsstarke Wallbox wird nicht allein über ein 2-kW-PIONIERKRAFTwerk versorgt. Wo ein direkter PV-Anschluss sinnvoller ist, gehört er in die Elektroplanung. Ersatzstrom für das Haus oder einzelne Stromkreise ist eine gesonderte Funktion; eine Ersatzstromoption im Rechner verspricht keine Versorgung sämtlicher Wohnungen bei Netzausfall.

Was steckt im konfigurierten Preis?

Sie wählen PV-Leistung, SigenStor-Speichergröße und Zusatzausstattung. Hinzu kommt die PIONIERKRAFT-Ausstattung für die teilnehmenden Wohnungen. Der Rechner zeigt dafür einen festen konfigurierten Preis, keine Preisspanne.

Im Rechner berücksichtigt

  • Die gewählten Module, Wechselrichter und Speicher.
  • Standard-Dachmontage, Elektroinstallation, Inbetriebnahme und Anmeldung der PV-Anlage.
  • PIONIERKRAFTwerk 3.0 für jede angegebene Wohnung und ein PIONIERKRAFTlink.
  • Gewählte Zusatztechnik wie Wallbox oder Ersatzstrom.

Im Gebäude zu konkretisieren

  • Leitungswege und Ausführung der Wohnungsanbindungen.
  • Besondere bauliche Arbeiten und Brandschutzmaßnahmen.
  • Speicherintegration, Netzwerkanbindung und Messkonzept.
  • Optional beauftragte Leistungen rund um Ihre PV-Anlage.

Der konfigurierte Preis ist noch kein verbindliches Projektangebot. Gerade im Bestand entscheidet der Weg vom Technikraum zu den Wohnungsstromkreisen über den zusätzlichen Aufwand. Das endgültige Angebot muss diesen Umfang ausdrücklich enthalten.

Keine laufenden Kosten für PIONIERKRAFT

Die komplette Software zur Mieterstrom-Abwicklung ist kostenlos. Im PIONIER-Portal verwalten Sie Teilnehmer, Tarife, Strommengen und Abrechnungen ohne laufende Software- oder Abwicklungsgebühren.

Davon getrennt sind mögliche eigene Ausgaben für Ihre PV-Anlage, etwa Versicherung, Wartung oder zusätzlich beauftragte Leistungen. Dafür gibt es im Rechner ein eigenes Feld unter „Alle Annahmen & Finanzierung“. Es startet bei 0 Euro, weil uns Ihre tatsächlichen Kosten noch nicht vorliegen. Tragen Sie dort nur Kosten ein, die für Ihr Projekt anfallen. Spätere Ersatzinvestitionen sind nicht Teil dieser vereinfachten Rechnung.

So lesen Sie die Ergebnisse richtig

Ein Haus kann fast den gesamten erzeugten Solarstrom selbst nutzen und trotzdem einen großen Teil seines Bedarfs aus dem Netz beziehen. Ein Beispiel verdeutlicht das: Bei 14.500 kWh Erzeugung und einer angenommenen Eigenverbrauchsquote von 93 % werden 13.485 kWh vor Ort genutzt. Davon entfallen bei 5.000 kWh Allgemeinstrombedarf zunächst 5.000 kWh auf den Allgemeinstrom und 8.485 kWh auf die Wohnungen.

Bei einem Wohnungsstrombedarf von insgesamt 45.000 kWh verbleiben 36.515 kWh Reststrom für die Mieter. Bezogen auf Wohnungen und Allgemeinstrom zusammen liegt die rechnerische Solardeckung damit bei rund 27 %. Die 93 % Eigenverbrauch sind also ausdrücklich keine 93 % Autarkie.

Welche Annahmen haben den größten Einfluss?

Die tatsächlich gelieferte Strommenge, der Verkaufspreis und die Investition beeinflussen das Ergebnis unmittelbar. Ein höherer Verkaufspreis kann die Betreiberrechnung verbessern, muss für Mieter aber noch attraktiv sein. Zu optimistische Preissteigerungen oder zu niedrige laufende Kosten können eine scheinbar kurze Amortisationszeit erzeugen.

Rechnen Sie deshalb mindestens ein vorsichtigeres Szenario: weniger direkte Nutzung, keine jährliche Strompreissteigerung und Ihre tatsächlichen zusätzlichen PV-Kosten. Prüfen Sie bei Finanzierung außerdem, ob die Kreditrate auch in schwächeren Jahren getragen werden kann.

Was sparen die Mieter tatsächlich?

Für einen Haushalt zählt nicht die Rendite des Vermieters, sondern seine gesamte Stromrechnung. Jede gelieferte Kilowattstunde Solarstrom ersetzt einen Teil des sonst bezogenen Netzstroms. Ein Vorteil entsteht, wenn der Solarstrom weniger kostet als der dadurch vermiedene Strombezug. Zusätzliche feste Entgelte müssen mitgerechnet werden.

Ein einfaches Jahresbeispiel

Ein Haushalt verbraucht 3.000 kWh im Jahr. Davon erhält er 1.000 kWh vom Dach zu 25 Cent je kWh. Der bisherige Netzstrom kostet 35 Cent je kWh. Dann sinken die verbrauchsabhängigen Stromkosten um 100 Euro im Jahr. Die übrigen 2.000 kWh kommen weiter vom bisherigen Anbieter.

Frei gewähltes Rechenbeispiel, kein Tarifangebot. Der Grundpreis des Reststromvertrags bleibt bestehen. Zusätzliche Entgelte oder geänderte Tarifbedingungen würden die Ersparnis verändern.

So erklären Sie das Angebot im Haus

Benennen Sie den Solarstrompreis, den Abrechnungszeitraum und den Ansprechpartner. Erklären Sie ausdrücklich, dass der bestehende Stromvertrag für den Restbedarf weiterläuft. Stellen Sie keine vollständige Versorgung vom Dach und keinen festen jährlichen Sparbetrag in Aussicht. Eine Beispielrechnung mit dem bisherigen Tarif des Haushalts ist hilfreicher als eine pauschale Prozentangabe.

Teilnahme, Leerstand und spätere Erweiterung

Rechnen Sie nur mit den Wohnungen, die zum Start tatsächlich teilnehmen. Eine leere Wohnung kauft keinen Solarstrom. Zusätzliche Teilnehmer können eine spätere Erweiterung sinnvoll machen; dafür müssen freie Gerätekapa­zitäten, Leitungswege und die Dokumentation vorbereitet sein. Erfassen Sie bei jedem Wechsel Vertragsbeginn beziehungsweise Vertragsende und die zugehörigen Messwerte.

Was müssen Sie für die Abrechnung vorbereiten?

PIONIERKRAFT erfasst die gelieferten Strommengen. Im PIONIER-Portal verwalten Sie die teilnehmenden Wohnungen und deren Tarife. Auch die erfassten Stromlieferungen und die jährlichen Abrechnungen stehen dort bereit. Die gesamte Software zur Mieterstrom-Abwicklung ist kostenlos. Welche Funktionen Sie dabei unterstützen, sehen Sie im Abschnitt zum kostenlosen PIONIER-Portal. Für den Start sollten die folgenden Angaben und Zuständigkeiten feststehen.

Was muss vor dem Start feststehen?

  • Wer ist Betreiber und Vertragspartner der teilnehmenden Haushalte?
  • Welcher Zähler gehört zu welcher Wohnung und ab wann nimmt sie teil?
  • Welcher Solarstrompreis gilt, und welche weiteren Entgelte sind vereinbart?
  • Wer kontrolliert die Abrechnungen, bearbeitet Rückfragen und verfolgt offene Zahlungen?
  • Wie werden Einzug, Auszug, Vertragsende und Datenzugriffe dokumentiert?

Für die Bewohner bleibt der Reststromvertrag bestehen. Lokal gelieferter Solarstrom und Netzstrom müssen daher getrennt verstanden werden. Ein günstiger Solarstrompreis allein sagt noch nicht, wie hoch die gesamte Jahresrechnung eines Haushalts ausfällt.

Mieterwechsel und Nichtteilnahme

Ein Bewohnerwechsel muss mit Datum, Vertragszuordnung und relevanten Messwerten erfasst werden. Nicht jede Wohnung muss von Beginn an teilnehmen. Die Planung sollte deshalb sowohl die Startkonfiguration als auch mögliche spätere Erweiterungen berücksichtigen. Leitungsführung, freie Kapazitäten und zusätzliche Geräte sind dabei erneut zu prüfen.

Recht, Steuern und Förderung richtig einordnen

Auch eine einfache Stromlieferung braucht klare Regeln. Sie müssen gelieferte Mengen korrekt messen, passende Verträge schließen und Einnahmen steuerlich richtig behandeln. Welche Regeln gelten, hängt davon ab, wer die Anlage betreibt und wie die Wohnungen angeschlossen sind.

Mieterstromzuschlag und Einspeisevergütung

Der EEG-Mieterstromzuschlag betrifft bestimmte geförderte Modelle und setzt die gesetzlichen Voraussetzungen voraus. Er wird in dieser PIONIERKRAFT-Rechnung nicht angesetzt. Davon zu unterscheiden ist eine mögliche Einspeisevergütung für überschüssigen Solarstrom. Ihre Höhe hängt unter anderem von Anlage und Inbetriebnahme ab. Tragen Sie im Rechner den für Ihre Anlage geltenden Satz ein; der Startwert ist lediglich eine Rechenannahme.

Umsatzsteuer und Betreiberbesteuerung

Der Nullsteuersatz für eine begünstigte PV-Installation bedeutet nicht automatisch, dass auch jeder spätere Stromverkauf steuerfrei ist. Anlagenanschaffung, Stromlieferung und Besteuerung des Betreibers sind getrennt zu betrachten. Die Voraussetzungen des Nullsteuersatzes und die Behandlung der laufenden Erlöse sollten für die konkrete Betreiberstruktur geklärt werden.

Verträge und Messung

Vertragsvorlagen müssen zum gewählten Versorgungsmodell passen. Regelungen des geförderten Mieterstroms dürfen nicht ungeprüft auf andere Modelle übertragen werden. Gleiches gilt für Aussagen wie „keine Anmeldung nötig“ oder „keine Pflichten als Stromlieferant“. Messung, Fristen für die Zählereichung, Datenschutz, technische Anschlussbedingungen und erforderliche Registrierungen bleiben projektrelevant.

Dieser Ratgeber erklärt die Zusammenhänge. Die projektspezifische Vertrags- und Steuerprüfung sowie die technische Prüfung vor Ort werden dadurch nicht ersetzt.

Vom ersten Plan bis zum laufenden Betrieb

Was übernehmen wir?

Wir planen und installieren Ihre PV-Anlage mit Speicher und PIONIERKRAFT, übernehmen die Anmeldung der PV-Anlage beim Netzbetreiber und nehmen das System in Betrieb. Dabei klären wir den technischen Aufbau, die Wohnungsanbindungen und erforderliche Nachweise. Weitere Registrierungen und Zuständigkeiten halten wir in der Projektplanung fest.

Sie entscheiden, welche Wohnungen teilnehmen, vereinbaren die Solarstromtarife und behalten Verträge, Abrechnungen und Zahlungseingänge im Blick. Das kostenlose PIONIER-Portal unterstützt Sie dabei.

  1. Gebäude und Verbrauch erfassen

    Dachunterlagen, Fotos der Elektroverteilung, Wohnungsanzahl, vorhandene PV-Anlage und Jahresverbräuche zusammentragen. Allgemeinstrom separat angeben.

  2. Technik und Teilnahme klären

    Leitungswege, Messpunkte, Speicheranbindung und teilnehmende Wohnungen prüfen. Betreiberrolle und erforderliche Zustimmungen festlegen.

  3. Angebot und Rechnung abgleichen

    Ausstattung, Montageumfang, einmalige Kosten und laufende Leistungen abgrenzen. Wirtschaftlichkeit mit den tatsächlichen Projektwerten rechnen.

  4. Installieren und in Betrieb nehmen

    PV-Anlage und PIONIERKRAFT-System fachgerecht errichten, erforderliche Anmeldungen erledigen und die Wohnungszuordnung sowie Messung kontrollieren.

  5. Abrechnung und Service betreiben

    Portalzugänge und Zuständigkeiten übergeben. Strommengen, Verträge, Mieterwechsel und wiederkehrende Serviceaufgaben regelmäßig pflegen.

Was sollte nach der Übergabe dokumentiert sein?

Ein nachvollziehbarer Anlagen- und Messplan, Gerätezuordnung je Wohnung, Inbetriebnahmeunterlagen, vereinbarte Tarife, Ansprechpartner und Serviceumfang. Die Zuordnung darf nicht nur im Kopf des Installateurs existieren. Auch der Umgang mit Ausfällen, geänderten Bewohnerdaten und späteren Erweiterungen sollte feststehen.

Häufige Fragen zu Mieterstrom

Entfällt die Anmeldung beim Netzbetreiber?

Nein. PIONIERKRAFT vereinfacht die lokale Stromverteilung und nutzt das Messkonzept der Überschusseinspeisung. Die PV-Anlage muss trotzdem angemeldet werden. Anschlussregeln, Nachweise und Registrierung bleiben bestehen. Die Vereinfachung ist kein Verzicht auf die Zusammenarbeit mit dem Netzbetreiber.

Müssen alle Wohnungen teilnehmen?

Die Ausstattung richtet sich nach den tatsächlich versorgten Wohnungen. Ob und wie weitere Einheiten später teilnehmen, wird bei Technik und Verträgen berücksichtigt.

Bleibt der bisherige Stromanbieter?

Bei der hier beschriebenen PIONIERKRAFT-Teillieferung ja. Die Bewohner beziehen den nicht durch Solarstrom gedeckten Bedarf weiterhin über einen eigenen Reststromvertrag.

Ist Mieterstrom ohne Speicher möglich?

Technisch kann Solarstrom auch ohne Speicher direkt genutzt werden. Wir bieten die hier beschriebenen Mieterstrom-Anlagen ausschließlich als neue PV-Anlage mit SigenStor-Speicher an. Der Speicher hält einen Teil des tagsüber erzeugten Stroms für spätere Stunden bereit.

Kann eine bestehende PV-Anlage bleiben?

Dieser Konfigurator und unser Mieterstrom-Angebot sind auf neue PV-Anlagen mit SigenStor-Speicher ausgelegt. Eine reine Mieterstrom-Nachrüstung an einer vorhandenen PV-Anlage bieten wir hier nicht an.

Was passiert bei wenig Sonne?

Fehlender Solarstrom wird durch den eigenen Reststrombezug der Wohnungen ergänzt. Ein eingebundener Speicher kann die Solarstromnutzung zeitlich verschieben, ersetzt aber keine gesicherte ganzjährige Versorgung.

Funktioniert Mieterstrom bei Stromausfall?

Nicht automatisch. Ersatzstrom ist eine gesondert zu planende Funktion der PV-Anlage. Ob und welche Mieterstromkreise versorgt werden können, hängt von der konkreten elektrischen Verschaltung und Systemfreigabe ab.

Wie viele Wohnungen sind möglich?

Der Konfigurator umfasst bis zu 20 versorgte Wohneinheiten mit PIONIERKRAFTwerk 3.0. Größere oder komplexere Gebäude werden individuell geprüft. Die Zahl allein ersetzt keine technische Auslegung.

Brauche ich eine eigene Abrechnungssoftware?

Nein. Das kostenlose PIONIER-Portal übernimmt die digitale Verwaltung und automatisierte Abrechnung Ihres Mieterstroms. Sie verwalten dort Wohnungen, Tarife und Verträge, sehen die erfassten Strommengen und laden die Jahresabrechnungen herunter. Es entstehen keine laufenden Portal- oder Abrechnungsgebühren.

Welche laufenden Kosten entstehen?

Für PIONIERKRAFT fallen keine laufenden Kosten an. Die komplette Software zur Mieterstrom-Abwicklung ist kostenlos. Mögliche eigene Kosten Ihrer PV-Anlage, etwa Versicherung oder Wartung, sind davon getrennt. Diese können Sie im Rechner zusätzlich angeben.

Ist der errechnete Überschuss garantiert?

Nein. Der Rechner arbeitet mit Ihren Eingaben zu Verbrauch, Erzeugung, Preisen, Kosten und Finanzierung. Wetter, Verbrauchsverhalten und Betrieb können davon abweichen. Erst eine projektbezogene Planung macht aus dem Beispiel eine belastbare Entscheidungsgrundlage.

Ist der Betreiber automatisch ein Vollversorger?

In der beschriebenen PIONIERKRAFT-Lösung liefert er ergänzenden Solarstrom. Den Reststrom beschaffen die Bewohner über ihren eigenen Anbieter. Daraus folgt aber keine pauschale Befreiung von sämtlichen Betreiber- oder Lieferantenpflichten.

Quellen & weiterführendes Wissen

Stand: 23. Oktober 2026. Technische Daten, Modellunterschiede und rechtliche Grundlagen zum Nachlesen:

Mehr zur PV-Ausstattung: Unser Sigenergy-Ratgeber.

Die Rentabilitätsrechnung verwendet eine vereinfachte Jahresbilanz. Die vereinfachte Jahresbilanz und ihre Grenzen sind direkt am Rechner erläutert.

Von uns installierte Sigenergy-Anlage mit Batteriespeicher und Elektroverteilung
Aus unserer Praxis: Sigenergy-Installation in 50859 Köln.

PV-Anlage und Mieterstrom gemeinsam planen.

Ein gutes Mieterstromprojekt beginnt nicht beim Gerät, sondern beim Gebäude. Wir verbinden die Planung der Solaranlage mit der Stromverteilung an die Wohnungen.

Ein passendes System für Ihr Haus

Wir betrachten Dachfläche, Speicher, Elektroinstallation und die teilnehmenden Wohnungen zusammen. Wir planen Ihre neue PV-Anlage mit SigenStor-Speicher und PIONIERKRAFT als gemeinsames System.

Ein nachvollziehbares Angebot

Sie sehen die gewählte Ausstattung und den konfigurierten Preis. Im Projektangebot werden Leitungswege, Wohnungsanbindungen und der vereinbarte Leistungsumfang konkretisiert.

Eine Rechnung, die Sie verstehen

Erzeugung, Stromverkauf, laufende Kosten und Finanzierung werden getrennt ausgewiesen. Sie können die Annahmen verändern und sehen, was das für Ihr Ergebnis bedeutet.

Ihre persönliche Mieterstrom-Planung

Schritt für Schritt zu Ihrer Anlage.

Konfigurieren Sie Ihre Anlage, berechnen Sie auf Wunsch die Rentabilität und erhalten Sie Ihre Planung per E-Mail. Kostenlos und unverbindlich.

Sie planen hier eine neue PV-Anlage mit SigenStor-Speicher und PIONIERKRAFT. Eine reine Nachrüstung an einer bestehenden PV-Anlage oder eine Anlage ohne Speicher ist nicht Bestandteil dieses Angebots. Die Planung zeigt den konfigurierten Preis und eine vereinfachte Rentabilitätsrechnung; das vollständige Projektangebot berücksichtigt zusätzlich die konkret erforderlichen Arbeiten an Ihrem Gebäude.

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Wie viele Wohnungen sollen vom Solarstrom profitieren?

Eine erste Schätzung reicht. Hier sind bis zu 20 teilnehmende Wohnungen berechenbar.

Wir planen eine neue PV-Anlage mit SigenStor-Speicher und PIONIERKRAFT. Die Elektroinstallation ist im konfigurierten Preis enthalten.